Tag: Führung

20
Jul

Tiefe, Leichtigkeit und Flow in Führungsteams – mit systemischem Ansatz

Oftmals hören wir Aussagen von Teilnehmern wie: „Wir hätten nie gedacht, dass wir so weit kommen und so etwas möglich ist.“ Gemeint ist damit die Wirksamkeit von existentieller Arbeit in Führungsteams, die dazu führt, dass alle Mitglieder zufrieden sind und somit in ihre Kraft und in den Flow kommen. Jeder für sich und alle gemeinsam. Wie so etwas funktioniert?

Das Führungsteam als vertrauensvollen Reflexionsraum gestalten

Kommunikations- und Verhaltensmuster individuell und im Team verändern, führt zu Stärke und Kraft. Zeit- und kraftraubende Kommunikationsschleifen werden aufgehoben, das Team kommt in die Kraft.
In unserer Begleitung von Führungsteams zeigen sich oft die 4 Grundfragen der Existenz*:

  • Haben die Führungsteam-Mitglieder Halt, Raum und Schutz? Fühlen sie sich angenommen, haben sie Vertrauen, sind sich sicher und geschützt, um in der Welt der Organisation sein zu können?
  • Erfahren Führungskräfte Nähe, Zeit und Beziehung im Führungsteam? Werden sie emotional berührt, nehmen sie sich Zeit für einander und kennen sie ihre individuellen und geteilten Werte?
  • Lebt das Führungsteam Abgrenzung, Individualität und Wertschätzung untereinander? Agieren Sie respektvoll, beziehen sie Stellung und erkennen sie einander an?
  • Schaffen sie gemeinsam Sinnvolles? Können sie tätig werden in Themen, die zum Erhalt von Werten beitragen?

Prozess der Bewusstmachung

Durchlaufen Führungsteams diesen Prozess, werden sie sich bewusst über das was ist und in ihren Augen sein soll. Sie bauen Vertrauen auf, zeigen sich, lernen sich in ihren Motiven und Temperamenten zu verstehen und erkennen ihre Muster – die funktionalen und auch die dysfunktionalen.

Prozess des Wachstums

Sie entwickeln Strategien im Umgang mit all der Verschiedenheit und werden sicherer im Miteinander. Beziehungen werden belastbar, weil Emotionales stattfinden darf. Offenes Feedback oder Konfliktklärung findet im Führungsteam gemeinsam und transparent statt. Vertrauen zueinander fördert auch das Zutrauen im Miteinander und das Einstehen füreinander.
Vor Konflikten schreckt keiner mehr zurück, weil klar ist, dass man sie als Team zu einer Lösung führen kann. Gegenseitige Stellungnahmen können über strategischen Dialog konstruktiv genutzt werden, um viele Perspektiven in die Entscheidungsfindung einfließen zu lassen.
Das Wachstum entsteht vor allem über individuelle und gemeinsame Reflexionsschleifen. Die eigenen Muster zu erkennen und Wege zu haben diese zu lösen, steigert immens die effizient verbrachte Zeit im Führungsteam.
Prozess der gemeinsamen Verantwortung:
Gemeinsame Bilder werden zu fokussierten Handlungsfeldern verdichtet und münden in klaren Botschaften für die Mitarbeiter. Die gemeinsame Verantwortungsübernahme für das Unternehmen oder den Bereich wird über die Einzelinteressen der Teilnehmer gestellt. Alle tragen gemeinsam die Last und unterstützen sich kollegial, wenn ein Kollege in Schwierigkeiten steckt.

Prozess der Sinnstiftung

Das Führungsteam wird zur Brutstätte konstruktiver Gedanken und guter strategischer Entscheidungen. So entsteht Sinn – im Miteinander und auch im Füreinander. Das Führungsteam wird zum sicheren Ort an dem alles sein darf, jeder Schutz und Raum findet, Beziehungen tragfähig sind und die Organisation zukunftsfähig gestaltet wird.

Professioneller Spiegel von außen anstatt einer externen Workshop-Moderation

Die klassische Workshop-Moderation von Führungsklausuren ist in unseren Augen ein Auslaufmodell.
Selbst gesteuerte und selbstlernende Führungsteams brauchen keinen steuernden Moderator. Die Befähigung eines Führungsteams alleine nachhaltig agieren und wirken zu können ist unser Anspruch und unsere Erfahrung zeigt, dass es funktioniert. In Zeiten agiler Organisationen ist Selbststeuerung, Reflexionsfähigkeit und ständiges Lernen Grundprinzip wirksamer Führung.
Oftmals verabschieden wir uns vom Führungsteam nach solch einem Prozess mit den Worten:“ Jetzt können Sie das alles alleine und brauchen uns nicht mehr.“
Ein gutes Gefühl – haben wir nicht einen schönen Beruf?

Sie interessieren sich für das Thema Führungsteam?

Lesen Sie hier mehr zu unserem Angebot für Leadershipteams

Unser Angebot für einen Führungsteam-Boxenstopp finden Sie hier.

Individuelles Führungskräfte-Coaching oder Beratung/Supervision finden Sie hier.

Gerne senden wir auch unsere Studie zur „Exzellenz in Führungsteams“ zu.

*A. Längle: Lehrbuch zur Existenzanalyse – Grundlagen. Facultas.wuv, Wien 2013

23
Mai

Weniger Schein – mehr Sein. Über die Seins-Qualität in der Führung.

Was wäre, wenn …

Zurückkommend aus dem letzten Projekt kam mir im Gespräch mit meiner Kollegin ein Gedanke in Bezug auf Unternehmensführung: „Was wäre, wenn es im Business weniger Fassaden gäbe?“.

Oft komme ich aus Projekten zurück und was mich wirklich überrascht und inspiriert hat, waren Menschen, die es zugelassen haben wirklich hinter die Fassade zu schauen. Die sich gezeigt haben in ihrem Führungsteam, mit all ihren Ecken und Kanten, die das aussprechen, was andere kaum zu denken wagen und damit den Gruppenprozess und neue Lösungen immens voran bringen. Auch so in diesem Projekt.

Offenheit ist eine Stilfrage in der Führung

Führungsarbeit ist Persönlichkeitsarbeit. Hier die Balance zu halten aus: „Wie viel meiner Führungsrolle sollte ich bewusst nach außen kehren, um von meiner Gruppe anerkannt zu werden und einen guten Ruf im Unternehmen aufzubauen?“ und „Wie viel öffne ich mich meinem Team und meinen Führungskollegen und zeige mich in meiner Persönlichkeit, meinem Kern, meinen Stärken und Schwächen?“ gilt es für jeden selbst auszuloten. Auf diese Polarität zwischen expliziten äußeren Erwartungen, die gerade in größeren Unternehmen bei Führungspersönlichkeiten wichtig sind und persönlicher Authentizität gibt es keine Pauschalantwort. Sie ist eine persönliche Stilfrage, verbunden mit dem Mut, einen individuellen Fingerabdruck in der Führung zu hinterlassen und bestehende Regeln und Tabus zu brechen, um Öffnung stattfinden zu lassen.

Seins-Qualität im Business-Kontext

Solch öffnende Momente, die eine Gruppe und ihre Dynamik wirklich verändern können, nennt man auch „Seins-Qualität“. Seinszustände sind Zustände, die eine positive Resonanz in uns erzeugen und einen inneren Zustand von Entspannung, empfundener innerer Stabilität und Verbundenheit auslösen. Stress wird minimiert und der Blick kann sich weiten, um etwas Neues entstehen zu lassen. Das Loslassen alter Muster und Dynamiken kann entstehen und neue Beweglichkeit erreicht werden.

Die Seins-Qualität in der Teamarbeit aktiv zu fördern und aufrecht zu erhalten, erscheint mir ein sinnvolles Credo. Wir bleiben dran: in unserem Beraterteam und in der Arbeit mit unseren Kunden.

Machen Sie mit?

P.S.: Haben Sie Lust, Kraft zu tanken und sich mit Abstand zum Business-Alltag mit der eigenen Ausrichtung als Führungskraft zu beschäftigen? Zeit für Klarheit, Fokus und die eigene Passion – etwas, was im vollen Führungsalltag häufig zu kurz kommt. Für unseren Führungs-Retreat im September gibt es noch freie Plätze.

Sie möchten mehr lesen zum Thema Führungsteams? Hier finden Sie unsere Studie zu Dynamiken exzellenter Führungsteams und unseren Boxenstopp für Führungsteams.

Vielleicht finden Sie auch unsere Facebookseite interessant? Dort veröffentlichen wir regelmäßig Posts zum Thema Führung und weiteren angrenzenden Themen.

(Foto Joel Herzog)

30
Mrz

Aus der Praxis: „Leading virtual teams“ – wie Sie globale Teams vernetzt führen und produktiv halten.

Ein Einblick in unsere Arbeit …

Morgens 08:30 Uhr im Workshopraum in einem großen Tagungshotel in Süddeutschland: Die Gruppe kommt zusammen, frisch eingeflogen aus aller Welt, Teilnehmer aus den USA, aus Asien, Südamerika und Deutschland. Sie sind ab jetzt ein Team, auf dem Papier im Organigramm bereits seit ein paar Wochen. Kennen gelernt haben sie sich am Vorabend beim Dinner.
Im Raum ist Aufregung spürbar. An den beiden Workshoptagen soll eine Menge geklärt werden, tieferes Kennenlernen stattfinden, Rollenabgrenzungen gefunden und Schnittstellen definiert werden. Ein gemeinsamer Modus für die Zusammenarbeit soll entstehen, der in der Verteilung der Teams auf vier Länder reibungslos funktioniert. Reisebudgets sind knapp, solche Zusammentreffen können ausschließlich ein- maximal zweimal jährlich stattfinden. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen, welche sich in einer prall gefüllten Workshopagenda zeigen. Beim „Klimabarometer“ am Anfang des Workshops ist zum Thema „Wie geht’s mir aktuell mit der neuen Teamstruktur?“ alles dabei, von „mir wird alles zuviel“ bis „hochzufrieden, ich freue mich auf das, was kommt“.

Besondere Herausforderungen globaler Teams

Globale Teams sind meist Expertenteams, die interkulturell zusammen gestellt sind und den Vorteil bieten, dass sie weltweit mit hoher Vernetzung und rund um die Uhr an Projekten oder Produkten arbeiten können.

Meist stehen sie vor den gleichen Herausforderungen:
  • Wie schaffen wir es, Begegnung und ein gutes Zusammenspiel über die Zeit zu halten, obwohl wir uns fast nie sehen?
  • Wie können wir uns gut synchronisieren und uns gegenseitig auf dem Laufenden halten?
  • Wie stellen wir sicher, dass wir lokale Anforderungen und Anpassungen unter einen Hut bekommen mit konzernweiten Vorgaben und Prozessen?
  • Wie treffen wir gemeinsam Entscheidungen, die von einer klaren Linie geprägt sind, damit kein Chaos entsteht?

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14
Mrz

Fokus: Leadership! – Starke Unternehmen brauchen kraftvolle Führung.

Zeit der Häutung…

Vielleicht ist es Ihnen bereits aufgefallen: Avenue hat in den letzten Wochen ein neues, verändertes Gesicht bekommen. Mit unserem neuen Webauftritt zeigt sich nun auch im Außen, was wir schon lange leben.

Mit uns stärken Sie Führung.  

Führungskräfte dabei zu unterstützen, reflektiert und achtsam Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, Unternehmen sinnstiftend zu gestalten und eine gesunde Unternehmenskultur zu etablieren, ist schon lange der Leitgedanke unserer Arbeit.
Dies zeigt sich sowohl konkret in unserem Angebot, als auch in dem, wie wir unsere Rolle als Berater wahrnehmen: wir bieten professionelle Beratung, Reflexion und Stärkung an, um lösungsorientiert zu führen, kraftvoll zu entscheiden und wirksam handeln zu können.
Starke Unternehmen, die im Innen wie im Außen wachsen wollen, brauchen kraftvolle Führung. Und damit meinen wir nicht mehr Fokus auf Performance und Leistungssteigerung.

Für uns ist starke Führung reflektierte Führung mit visionärer Kraft.

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02
Dez

Überdosis an Strukturierung und Meetings in Organisationen

Warum versuchen viele Unternehmen die Dynamik der VUCA World mit noch mehr Regeln und Formalien zu bewältigen?

Als Organisationsberater und Coaches kriegen wir mit, wie Unternehmen aktuell mit der Dynamik der sogenannten VUCA-World (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity) umgehen. Dabei fällt auf, dass viele Organisationen versuchen die wachsenden Anforderungen der Umwelt über Optimierung und Weiterentwicklung der Regeln, Strukturen und Prozesse zu bewältigen. Aus unserer Erfahrung heraus wäre in diesem Fall sinnvoll, neben einer Strukturierung, vor allem auch die gemeinsame Haltung und die Kommunikation in den Mittelpunkt zu stellen, um die Organisation von innen heraus durch die Stärkung des Miteinanders zu stabilisieren. Denn nur wer als Unternehmen ein starkes Fundament besitzt, schafft es in Zeiten disruptiver Veränderungen stabil zu stehen.

Lars Vollmer, ein Berater-Kollege, hat sich genau mit diesem Thema auseinander gesetzt und ein Buch darüber geschrieben, das wir sehr treffend und erfrischend finden, wenn auch an der ein oder anderen Stelle etwas zynisch. Das Buch heißt „Zurück an die Arbeit – Wie aus Business-Theatern wieder echte Unternehmen werden“. Wir wollen in diesem Artikel ein paar seiner Punkte, angereichert mit unseren Gedanken, mit Ihnen teilen.

Innenwelt der Organisation und Umwelt müssen wieder zusammenpassen

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22
Mrz

Leadership in hochdynamischen Zeiten – die 5 Grundpfeiler wirksamer Führung

Führungs-KRAFT leben: wirksam führen & in Balance bleiben

Der Business Fokus auf Ziele, Performance und Erfolg und der damit verbundene hochdynamische Alltag in Unternehmen verlangt viel von Führungskräften. Als systemische Berater und Coaches kennen wir den Alltag vieler Führungskräfte und Top Manager und begleiten sie in Veränderungsprozessen, Bereichsentwicklungen und Führungskräfteentwicklungen. Klar, präzise und fokussiert im Moment zu sein, wichtige Entscheidungen zu treffen und den täglichen Meetingmarathon zu bestehen, ist keine leichte Führungsaufgabe. Zu diesem Thema empfehlen wir auch die ARD Dokumentation „Einsame Spitze“. Sie gibt das Bild gut wieder, wie es Top-Managern mit dem Zuviel an Druck geht und welche Paradigmen der Leistungserfüllung über die eigenen Grenzen hinaus zu Grunde liegen. Der Glaubenssatz, dass Schwäche zeigen Machtverlust bedeutet, ist weiterhin fest in vielen Unternehmenskulturen verankert.
Wenn Sie Lust haben auf ein Umdenken und diese Kultur verändern wollen, geben wir Ihnen hier 5 Grundpfeiler an die Hand, um mit eigener Haltung eine neue Form von Führung vorzuleben. Selbstführung, der Fokus auf die eigene Führungs-Kraft, die Achtsamkeit für sich und andere, Raum zu gestalten für Reflexion und Lernen und klare Verantwortungsübernahme sind Wege, um Führung wirksam und auf Dauer gesund zu gestalten.

Die fünf Grundpfeiler wirksamer Führung

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18
Sep

Die 8 wichtigsten systemischen Fragetechniken für Ihre Führungspraxis

Wer fragt, führt!

„Lerne, dass man niemals eine gute Frage gegen eine Antwort eintauscht.“  (Frei nach Rabbi Nilton Bonder)

Seien Sie Spiegel und Gesprächspartner für Ihre Mitarbeiter

Als Führungskraft besteht ein Großteil Ihrer Aufgabe darin, die passenden Rahmenbedingungen für Ihre Mitarbeiter zu setzen und sie zielgerichtet zu entwickeln und zu fördern. Sicherlich kennen Sie aber auch die Situation, dass  Mitarbeiter mit ihren persönlichen Konflikten Ihre Meetings blockieren und den Gesamtprozess verlangsamen. Wenn Ihnen so etwas begegnet, dann haben sie sich meist festgebissen oder in einer Meinung verrannt. Kein wünschenswerter Zustand, aber oftmals auch Teil des Alltags.
Es ist schwer – fast unmöglich für den Einzelnen, diese zementierten Denkmuster aus eigener Kraft zu verlassen. Dafür brauchen Sie einen Spiegel und Gesprächspartner. In situativen Feedback- oder turnusmäßigen Mitarbeitergesprächen können Sie Ihrem Mitarbeiter helfen sich aus der Problemverhaftung zu befreien und in die konstruktive Lösung zu führen.
Probleme kann man nicht immer nur aus der Welt schaffen, indem wir über die Probleme sprechen, sondern eher indem wir die Perspektiven erweitern und den Lösungsraum damit vergrößern!

Wir möchten Ihnen im folgenden Artikel systemische Perspektiven und ganz konkrete Fragetechniken an die Hand geben, die Ihnen helfen können, wieder einen fließenden Prozess herzustellen.

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23
Apr

Handwerkszeug für Ihre Führungspraxis: Umgang mit Polaritäten

Polaritäten als Motor für Organisations-Veränderungen: Gegensätze produktiv in Reibung bringen

Navigieren in Spannungsfeldern ist für Sie als Führungskraft wahrscheinlich normaler Alltagszustand. In unserer Beratungsarbeit erleben wir Führungskräfte, die häufig in komplexen und wenig durchschaubaren Situationen schwierige Entscheidungen zu treffen haben. Meist wird dies als permanenter Drahtseilakt erlebt.

Zentralisierung oder dezentrale Einheiten stärken? Das Kerngeschäft weiter ausbauen und daran gemessen werden oder risikofreudiges Verhalten und Vorstoßen in ganz neue Märkte? Mitarbeitern großzügig Freiräume gewähren oder klares Steuern und konsequentes Führen? Beides geht meist nicht zeitgleich zusammen. Entscheidet man sich für das Eine, stellt man das Andere in den Schatten.

Um Organisationen gut aufgestellt mit klugen Entscheidungen in die Zukunft zu führen, gilt es sich vom Mythos der Eindeutigkeit zu verabschieden, um einen  guten  Umgang  mit  Widersprüchen  und  Ambivalenzen  zu  pflegen.

Dieses Thema haben wir in diesem Artikel für Ihre Führungspraxis aufbereitet, um Ihnen aufzuzeigen, wie man Polaritäten vom Unbewußten auf die sichtbare Bühne holt. Und wie es gelingen kann, Gegensätzliches in einen produktiven Austausch zu bringen. Denn Spannungsfelder enthalten kreatives Potenzial – gerade in kniffligen Entscheidungsprozessen.

Was ist mit Polaritäten gemeint?

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10
Feb

Ein Perspektivwechsel: In jeder Krise stecken Chancen

Welches Krisenbewusstsein haben Sie?

Wie reagieren Sie, wenn Sie das Wort Krise hören? Wir haben festgestellt, dass man schnell dazu tendiert Krisen negativ zu konnotieren und sich mit dem Thema nicht gerne auseinandersetzen möchte. Doch wenn man genauer hinschaut, birgt jede Krise in sich Entwicklung und neue Perspektiven. Schon von der wörtlichen Bedeutung steht Krise u.a. für Entscheidung, Zwiespalt, Wahl und Erprobung. Im Chinesischen ist die Doppeldeutung noch ausgeprägter, hier steht das Schriftzeichen für Gefahr und Chance in einem. Wir finden diese Blickrichtung für einen selbst und für Organisationen besonders spannend, denn hierdurch bekommt Krise einen neuen Dreh und einen weniger bedrohlichen Sinn.

„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ (Max Frisch)

Krisen gehören zum Organisationsalltag dazu

Krisenbewusstsein ist ein wichtiger Aspekt, wenn man Organisationen verstehen und leiten möchte  – diese Erkenntnis haben wir als Organisationsberatung durch unsere Begleitung vielfältiger Veränderungsprozessen immer wieder bestätigt bekommen. Viele Change-Prozesse in Organisationen werden durch Krisen eingeleitet oder leiten selbst eine Krise ein. Krisen können akut kommen oder sich langsam entwickeln.

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22
Okt

„Wer hat hier eigentlich die Verantwortung?“ – was brauchen Unternehmen für eine gesunde Verantwortungskultur.

Klarheit in der Verantwortung schafft Klarheit in der Zusammenarbeit

Sicherlich kennen Sie die Situation, von einem Kollegen überraschend damit konfrontiert zu werden, dass dies oder jenes noch nicht erledigt ist, wovon Sie gar nicht wussten, dass Sie dafür zuständig sind. Oder den Moment im Meeting in dem auf einmal alle bedächtig auf den Boden schauen,  wenn neue Aufgaben verteilt werden, für die niemand zuständig sein will.

In Zeiten von Burn-Out und zunehmender Überlastungs-Phänomene in Teams und ganzen Organisationen stellt sich mehr denn je die Frage: Wie gelingt es, einen guten und gesunden Umgang mit Verantwortung zu erreichen – persönlich genauso wie in ganzen Organisationen.

Ein bewusster Umgang mit Verantwortung ist einer der Schlüssel, um Überlastung vorzubeugen.

Geklärte Verantwortung trägt dazu bei, dass Entscheidungs- und Arbeitsprozesse in Bereichen und Teams effizient stattfinden können, dass Führungskräfte und Mitarbeiter ihre Rollen erfolgreich wahrnehmen und ihren Aufgabenbereich ausfüllen können.

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