28
Okt

„Ein Grashalm wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“ – Entwicklungsprozesse brauchen ihre Zeit.

Entwicklung ist so verschieden, wie Menschen unterschiedlich sind. Jeder Entwicklungsprozess – ob persönliche oder organisationale Entwicklung – hat einen eigenen Charakter, eigene Dynamiken und Muster. Letztens sagte mir ein Coachee in der Reflexion einer Sitzung „Wenn ich von ganz weit oben drauf schaue, ergibt alles einen tieferen Sinn, warum die Dinge hier im Moment so passieren.“

Nichts vom Reißbrett

Veränderungsprozesse verlaufen nicht so, wie unser Kopf sie gern hätte: sauber geplant, am Reißbrett entworfen und dann tritt exakt das gewünschte Ergebnis ein. Die Realität, in der sich diejenigen wiederfinden, die sich persönlicher oder organisationaler Entwicklung stellen, ist oft so: Mal ist alles im Flow und läuft wie von selbst, mal steckt man völlig in der Blockade und hat das Gefühl nichts geht voran, mal ist gefühltes Chaos und dann wieder geht es Richtung Ziel. Das Zurückfallen gehört genauso dazu, wie das Nachvornegehen.

Gerade wenn es um die Entwicklung von Persönlichkeit oder neuem Führungsverhalten geht, sind unsere Muster über Jahrzehnte antrainiert. Hier Altes aufzubrechen und innerlich wie äußerlich anders zu reagieren, braucht vor allem eins: viel Geduld und Ausdauer. Das Dranbleiben und das Ziel vor Augen halten sind elementar. Mit Ihrer inneren Wirklichkeit konstruieren Sie nach und nach auch eine äußere Wirklichkeit.

Was will gesehen werden?

Mal sind Pausen von Entwicklung nötig, dann wieder Phasen des Durchstartens und Weitergehens. Vor allem braucht es die Haltung, dass all das zu Ihrem Weg gehört. Kein Standardrezept, keine zu erlernende Methodik. Alles, was im Rahmen Ihrer Entwicklung passiert, gehört zu Ihnen und Ihrem Prozess und all das sind Phänomene, die Sie für sich nutzen und reflektieren können. Gerade die eigenen Schatten spielen hier eine große Rolle. Dinge, die über lange Zeit nicht im Blick waren, schaffen sich meist Raum, wenn es um Veränderung (gerade in Krisen) geht. „Was will gesehen werden?“ (in der Organisation/von mir persönlich) kann daher eine wertvoll leitende Frage sein.

SELBST und WIRKSAM

Was entsteht, wenn sich Persönlichkeiten sich selbst stellen und in Entwicklung gehen, ist Selbstwirksamkeit. Die Erfahrung aus sich selbst heraus oder aus gemeinsamer organisationaler Kraft eine tief greifende Veränderung gemeistert zu haben, bringt Sie in die eigene Kraft.

SELBST und WIRKSAM sind die beiden Worte, die in Selbstwirksamkeit stecken. Selbstwirksamkeit ist eine Facette der Selbstführung, die daraus resultiert sich SELBST zu spüren in der eigenen WIRKSAMKEIT. Und das ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis.

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