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Dez

In Verbindung bringen, was nicht länger getrennt gehört: Coaching und Sparring als wirksames Duo in der Begleitung von Führungskräften

Coaching ist in aller Munde. Vor allem junge Führungskräfte nutzen diesen wirkungsvollen Begleitprozess bereits ganz selbstverständlich und ohne Scham. Im Gegenteil: für sie gehört es zum Repertoire persönlichen Wachstums, sich coachen zu lassen. Sparring hingegen ist in der Arbeitswelt noch nicht so klar konnotiert. Wir wollen an dieser Stelle für Begriffsklarheit sorgen und Ihnen aus unserer Praxiserfahrung berichten, warum gerade die Kombination aus Sparring und Coaching für Verantwortliche so wirkungsvoll sein kann.

COACHING: Gewinnung von mehr Verhaltensflexibilität und eigener Bewusstheit

Was ist Coaching? Coaching ist ein externer Spiegel. Ein Coach stellt Fragen, hält den Raum für persönliche Klärung und reflektiert mit Ihnen Situationen und innere Muster. Oftmals geht es darum Glaubenssätze zu beleuchten und neue Perspektiven und Lösungen zu entwickeln, um auch für kritische Situationen gut gerüstet zu sein.
Ergebnis ist ein stärkeres Bewusstsein der eigenen Wirkung, von Stärken und Schwächen sowie der inneren Haltung zu gewissen Themen, das Spüren förderlicher und hinderlicher Verhaltensmuster und persönlicher Triggerpunkte in alltäglichen Führungssituationen.
Unser Coachingansatz beruht darauf, dass die durchgeführten Coachings zeitlich begrenzte, individuelle und lösungsorientierte Begleitung von Führungskräften sind. Dabei ist der Coachee der Experte für den Inhalt, der Coach steuert den Coachingprozess. Als Coach nehmen wir Ihnen keine Aufgaben ab, sondern sind punktueller Wegbegleiter, Resonanzraum und sorgen für neue Perspektiven und Impulse.

SPARRING: Beratung auf Augenhöhe und Rüttelstrecke für Entscheidungen

Folgt man der Übersetzung aus dem Englischen „to spar“ – „sich mit jemandem auseinandersetzen“ ist man auch schon auf dem richtigen Weg. In vielen Kampfsportarten ist der Begriff üblich und selbstverständlich, im Beratungskontext eher noch ungewöhnlich.
Sparring bedeutet, ein Partner zu sein, der Sie probieren und üben lässt, gegenhält, Sie verbessert, rüttelt und schüttelt. Alles zu Ihrem Erfolg. In der Beratungspraxis gilt das dann gleichermaßen nur ohne Fäuste und körperlichen, dafür aber mit geistigem Einsatz.
Im Sparring geht es darum gemeinsam mit einer Führungskraft mögliche Optionen durchzuspielen und ihr Freiräume im Denken zu ermöglichen. Konzeptionen werden auf den Prüfstand gestellt und Entscheidungen wohlüberlegt vorbereitet. Auch eine gute und sicherheitsbietende Vorbereitung auf ein schwieriges Gespräch/eine Konfliktklärung kann in einem Sparringstermin geleistet werden. Klarheit in Argumenten und Sicherheit im Auftritt bedarf einer Rüttelstrecke, die aus hinterfragen, beraten und reflektieren besteht. Das kann man selten allein. Dafür braucht es einen neutralen Partner, der keine eigene Betroffenheit im System hat.
Ist man neu in einer Rolle oder weit oben in der Hierarchie, bekommt man häufig nicht das ehrliche und wertvolle Feedback oder das Vertrauen zu Kollegen ist oftmals noch nicht gewachsen. Hier setzt Sparring an. Persönlich oder am Telefon, für 30 Minuten oder ein paar Stunden. Ganz nach Bedarf erhält man einen Raum mit erfahrender Beratung zur Klärung von wesentlichen Themen, Gesprächen, Präsentationen oder Entscheidungen.
Unser Verständnis davon ist es allerdings nicht dem Gegenüber genau zu sagen, was zu tun ist, sondern vielmehr Ansätze, Best Practices und Ideen als Impulse zu geben. Was daraus gemacht wird, überlassen wir jederzeit dem gesparrtem Partner.

COACHING und SPARRING: gezielte Wirksamkeit durch Kompetenzflexibilität des Beraters/Coaches

In vielen Coachingausbildungen lernt man klar in der Rolle zu sein und Dinge nicht zu vermischen. Entweder es wird beraten oder gecoacht. Das ist für unerfahrene Coaches sicher auch richtig. Wir haben allerdings über die Jahre hinweg erkannt, dass eine Führungskraft meist beides braucht und zwar oft parallel und auch von derselben vertrauensvollen Person. Wir sind dazu übergegangen das zu praktizieren, was der Führungskraft gerade hilft. Ist ein Coaching Prozess gerade an einer Stelle, an der Input, gemeinsames Ideengenerieren oder Beratung aus Erfahrung von Nöten ist, dann kennzeichnen wir das verbal oder auch räumlich und arbeiten in diesem anderen Modus weiter. Umgekehrt gilt, dass im Sparringtermin auch hindernde Glaubenssätze aufkommen können, die wir dann wiederum bearbeiten – ebenso mit klarer Kennzeichnung. Unsere Klienten schätzen diese Kombination, da diese sehr effizient ist und sie schnell vorankommen in ihren Entwicklungen, Entscheidungen oder Lösungen. Unsere oberste Prämisse ist die Wirksamkeit und daher setzen wir zusammen, was man nicht länger künstlich trennen muss. Der Erfolg gibt uns an dieser Stelle Recht.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann lesen Sie gerne hier weiter: Führungskräftecoaching und Beratung von Führungskräften

Oder informieren Sie sich über unsere Führungskräfteausbildung in drei Modulen.

 

Photocredit. David Clode, unsplash

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