THE BLOG

14
Aug

Emotionalisierung von Führung – wie wird Ihr Unternehmen menschlicher?

Was macht Ihr Unternehmen menschlich? Die Menschen, die bei Ihnen arbeiten, ja sicher. Aber was noch? Wieviel Raum ist dafür da, dass diese Menschen Mensch sein dürfen?

Wir finden diese Frage wesentlich und sie wird immer essentieller, wie das Zukunftsinstitut in seiner aktuell veröffentlichten Studie „Siegeszug der Emotionen“ schreibt: „Rein rationales Denken war gestern, die Ära der Emotionalität bricht an“, und „Unternehmen brauchen ein neues Verständnis von Emotionen, um sich selbst und die Menschen besser zu verstehen.“*

Gut so, wie wir finden. Denn es gibt sie noch und wir kennen sie gut, die Unternehmen, in denen Gefühle und Verletzlichkeit nicht erwünscht sind und schon gar nicht zur Währung gehören für die, die weiterkommen und sich auf der Karriereleiter entwickeln wollen.

Nur wo gebe ich sie ab, meine Gefühle, wenn ich sie an meinem Arbeitsplatz nicht leben darf?

Und was macht das mit den Menschen, wenn sie ihre Gefühlswelt und damit auch sich selbst im Arbeitsalltag nicht leben dürfen? Die Antwort darauf kennen Sie selbst. Wir haben uns gefragt, wo diese alte Denke herkommt, dass Emotionalität im Businesskontext ausgeklammert wird.

Ein Deutungsversuch

Emotionalität erzeugt Mehrdeutigkeit, Verletzbarkeit, Unkontrollierbarkeit

… und auch Komplexität in sozialen Gebilden, die von sich aus schon komplex genug sind. Emotionen bilden den Gegenspieler zur erwünschten Nachvollziehbarkeit standardisierter Abläufe, Sicherheit in Prozessabläufen und skalierbarer Effizienz.

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05
Apr

Wenn Konflikte vorprogrammiert sind: Familienunternehmen und ihre gelungene Weiterentwicklung

Familienunternehmen überzeugen oft durch ihre Besonderheit in der Kulturgestaltung. Der Gründer oder die Gründerin gilt als Gallionsfigur und hat besondere Werte und Maßstäbe entwickelt, nach denen das Unternehmen arbeitet. Familienunternehmen haben eine zusätzliche, komplexitätssteigernde Variable: die familiäre Dimension, die mit dem Unternehmen gekoppelt ist und ihre Berücksichtigung braucht. Laut BDI sind rund 95% der deutschen mittelständischen Unternehmen familiengeführt, von den Familienunternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Jahresumsatz befindet sich weit mehr als die Hälfte in den Händen von mindestens der zweiten oder dritten Generation*.

Nicht nur in der sozialen Komponente in Konfliktfällen, sondern auch in der Eigentumsregelung kommt der Familie eine besondere Bedeutung zu. Die Familie ist gleichzeitig die größte Ressource dieser Unternehmen, denn viele deutsche Familienunternehmen im Mittelstand trumpfen durch ihre Beständigkeit und ihre Krisenresilienz am Markt auf. Der Familienunternehmer hat stets die nächste Generation im Blick, nicht den Quartalsabschluss.*

Ein bewusster Umgang mit den beiden Dimensionen Familie und Unternehmen und deren Wechselwirkungen lässt mittelständische Unternehmen sicher in die Zukunft gehen. Es gilt, Konflikte sauber zu klären, Erwartungen offen zu kommunizieren und achtsam in der Nachfolge zu agieren.

Die Überlagerung von Familie und Organisation steigert die Komplexität

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21
Nov

Führung digital in der Netzwerkwirtschaft: Herausforderung für den Mittelstand.

2017 hat bereits im Sommer den Titel „Jahr der Digitalisierung“ bekommen. Die digitale Transformation beginnt nicht erst, wir sind mittendrin und erleben eine weitere Stufe des digitalen Wandels.

Ob Digitalisierung, Industrie 4.0 oder das Internet der Dinge – die stärkere technologische Vernetzung stellt den Mittelstand vor Herausforderungen.

Die intelligente Vernetzung von Geräten und Maschinen über das Internet geht über das, was Industrie 4.0 als smarte Fabriken propagiert, hinaus und bietet für Mittelständler eine Vielzahl neuer Chancen. Allerdings erfordert dies auch eine schnelle Reaktion.

„In dieser Netzwerkwirtschaft geht es nicht mehr um Produkte, sondern um Angebotssysteme, deren Hauptbestandteil Software und Services sind. Jedes Produkt hat einen digitalen Zwilling, der die Tür zu einem Kosmos an Mehrwerten bietet, die von verschiedenen Anbietern stammen.“* Folglich sind alle Marktteilnehmer miteinander verbunden und der B2C und B2B Markt verschmelzen miteinander. Demzufolge müssen Produkte und Services überdacht und neu ausgerichtet werden, Prozesse digitaler gestaltet, Technologien implementiert und Modelle von Führung und Zusammenarbeit an diesen Wandel angepasst werden.

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16
Okt

„Was im Ton übereinstimmt, schwingt miteinander“ – wie Resonanz, emotionale Intelligenz und Führungskompetenz in Verbindung stehen

„Was im Ton übereinstimmt, schwingt miteinander“, so lautet ein Sprichwort.

In den letzten Monaten konnten Sie viel von uns über die Qualität gut eingespielter Führungsteams lesen – was es braucht, damit Flow entsteht und wie Führungskräfte lösungsorientiert führen können.
Heute schauen wir tiefer hinter die Fassade, in das Thema Resonanz, und die Frage, was Menschen miteinander in Schwingung bringt. Die Idee zu diesem Artikel entstand aus der Frage, warum manche Begegnungen mit Menschen intensiver sind als andere, warum manchmal die Augen leuchten und wiederum in anderen Begegnungen so gar nichts passiert. Antworten auf diese Frage fand ich bei einem Ausflug in die Wissenschaft und einem “Berliner Küchengespräch” mit Thomas Fuchs, Professor in Heidelberg. Die Erkenntnisse dieses Ausflugs fasse ich hier zusammen und versuche sie auf die Anforderungen an Führung zu übertragen.

Das Prinzip der Resonanz

Resonanz im physikalischen und technischen Sinne ist das „verstärkte Mitschwingen eines schwingfähigen Systems, wenn es einer zeitlich veränderlichen Einwirkung unterliegt.“, so Wikipedia.
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28
Aug

Raus aus den Problemschleifen: Führung mit Lösungsfokus bringt neue Energie in Ihre Meetings.

Sie kennen die immer gleichen Problemdiskussionen in Ihren Teammeetings? Wir kennen sie auch. Sie kosten Kraft und verschwenden die wertvolle Zeit der Beteiligten. Oft geht es darum, dass jeder kraftvoll die eigene Position wiederholt und Bedenken äußert, warum bestimmte Dinge sich nicht ändern können oder dürfen. Es geht keinen Schritt voran und das Frustlevel steigt.

Aus unserer Erfahrung als systemische Organisationsberater haben wir Ihnen ein Set zur lösungsorientierten Gesprächsführung zusammengestellt, um im Führungsalltag mit solchen Situationen umzugehen, Problemschleifen zu unterbrechen und die Energie in Richtung einer sinnvollen Lösung zu fokussieren.

„Über Probleme reden schafft Probleme, über Lösungen reden schafft Lösungen“ (Steve de Shazer*)

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23
Mai

Weniger Schein – mehr Sein. Über die Seins-Qualität in der Führung.

Was wäre, wenn …

Zurückkommend aus dem letzten Projekt kam mir im Gespräch mit meiner Kollegin ein Gedanke in Bezug auf Unternehmensführung: „Was wäre, wenn es im Business weniger Fassaden gäbe?“.

Oft komme ich aus Projekten zurück und was mich wirklich überrascht und inspiriert hat, waren Menschen, die es zugelassen haben wirklich hinter die Fassade zu schauen. Die sich gezeigt haben in ihrem Führungsteam, mit all ihren Ecken und Kanten, die das aussprechen, was andere kaum zu denken wagen und damit den Gruppenprozess und neue Lösungen immens voran bringen. Auch so in diesem Projekt.

Offenheit ist eine Stilfrage in der Führung

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30
Mrz

Aus der Praxis: „Leading virtual teams“ – wie Sie globale Teams vernetzt führen und produktiv halten.

Ein Einblick in unsere Arbeit …

Morgens 08:30 Uhr im Workshopraum in einem großen Tagungshotel in Süddeutschland: Die Gruppe kommt zusammen, frisch eingeflogen aus aller Welt, Teilnehmer aus den USA, aus Asien, Südamerika und Deutschland. Sie sind ab jetzt ein Team, auf dem Papier im Organigramm bereits seit ein paar Wochen. Kennen gelernt haben sie sich am Vorabend beim Dinner.
Im Raum ist Aufregung spürbar. An den beiden Workshoptagen soll eine Menge geklärt werden, tieferes Kennenlernen stattfinden, Rollenabgrenzungen gefunden und Schnittstellen definiert werden. Ein gemeinsamer Modus für die Zusammenarbeit soll entstehen, der in der Verteilung der Teams auf vier Länder reibungslos funktioniert. Reisebudgets sind knapp, solche Zusammentreffen können ausschließlich ein- maximal zweimal jährlich stattfinden. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen, welche sich in einer prall gefüllten Workshopagenda zeigen. Beim “Klimabarometer” am Anfang des Workshops ist zum Thema „Wie geht’s mir aktuell mit der neuen Teamstruktur?“ alles dabei, von „mir wird alles zuviel“ bis „hochzufrieden, ich freue mich auf das, was kommt“.

Besondere Herausforderungen globaler Teams

Globale Teams sind meist Expertenteams, die interkulturell zusammen gestellt sind und den Vorteil bieten, dass sie weltweit mit hoher Vernetzung und rund um die Uhr an Projekten oder Produkten arbeiten können.

Meist stehen sie vor den gleichen Herausforderungen:
  • Wie schaffen wir es, Begegnung und ein gutes Zusammenspiel über die Zeit zu halten, obwohl wir uns fast nie sehen?
  • Wie können wir uns gut synchronisieren und uns gegenseitig auf dem Laufenden halten?
  • Wie stellen wir sicher, dass wir lokale Anforderungen und Anpassungen unter einen Hut bekommen mit konzernweiten Vorgaben und Prozessen?
  • Wie treffen wir gemeinsam Entscheidungen, die von einer klaren Linie geprägt sind, damit kein Chaos entsteht?

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14
Mrz

Fokus: Leadership! – Starke Unternehmen brauchen kraftvolle Führung.

Zeit der Häutung…

Vielleicht ist es Ihnen bereits aufgefallen: Avenue hat in den letzten Wochen ein neues, verändertes Gesicht bekommen. Mit unserem neuen Webauftritt zeigt sich nun auch im Außen, was wir schon lange leben.

Mit uns stärken Sie Führung.  

Führungskräfte dabei zu unterstützen, reflektiert und achtsam Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, Unternehmen sinnstiftend zu gestalten und eine gesunde Unternehmenskultur zu etablieren, ist schon lange der Leitgedanke unserer Arbeit.
Dies zeigt sich sowohl konkret in unserem Angebot, als auch in dem, wie wir unsere Rolle als Berater wahrnehmen: wir bieten professionelle Beratung, Reflexion und Stärkung an, um lösungsorientiert zu führen, kraftvoll zu entscheiden und wirksam handeln zu können.
Starke Unternehmen, die im Innen wie im Außen wachsen wollen, brauchen kraftvolle Führung. Und damit meinen wir nicht mehr Fokus auf Performance und Leistungssteigerung.

Für uns ist starke Führung reflektierte Führung mit visionärer Kraft.

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10
Okt

Führungskräfteentwicklung ohne Wirkung?

Woran Führungskräfteentwicklung bisher oft scheitert und nach welchen Prinzipien eine erfolgreiche Führungskräfteentwicklung für die Organisation von morgen funktioniert.

Die Unternehmensberatung Deloitte hat eine Befragung von Führungskräften und HR Verantwortlichen durchgeführt, welche aufzeigt, wo die Schwierigkeiten in der aktuellen Führungskräfteentwicklung in Unternehmen liegen. Demnach stehen Führungskräfte in 2016 vor der Herausforderung,  Organisationen verstärkt team-zentriert zu gestalten*. Der neue Modus von Organisationen ist laut der Studie ein „Netzwerk von Teams, welche von Empowerment, starker Kommunikation und schnellen Informationsflüssen geprägt sind“*.

Leadership beginnt mit Selbstreflexion und Beziehungsfähigkeit

Für Unternehmen bedeute das, dass es einen höheren Bedarf an Leadern gibt, die Menschen auf allen Leveln mit hoher Diversität führen können. Und Führungskräfte müssen selbst auch stärker im Führungsteam agieren und lernen, im Team Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen. Führungskräfte ziehen ihre Wirkung nicht mehr nur aufgrund ihrer Position und Macht in der Hierarchie, sondern benötigen neue Kompetenzen, die eine hohe Selbstreflexion und Beziehungsfähigkeit erfordern.
Deloitte führt weiter aus, dass ganze 89% der befragten Verantwortlichen aus Business und HR antworteten, dass es einen hohen Bedarf gäbe, Führungskompetenz zu verbessern. Nur 8%  sagten, dass Führung in ihrem Unternehmen sehr effektiv ist.*
Ursache dieser Situation ist, dass Führungskräfteentwicklungsprogramme oft immer noch klassisch seminarorientiert angelegt sind und Grundlagen hierarchischer Organisationen vermitteln, die es heute nicht mehr braucht. Hohe Summen an Investment werden jährlich getätigt, um Führungskräfte auszubilden, die scheinbar den Anforderungen des aktuellen Marktes trotzdem nur bedingt genügen.

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06
Aug

„Stellen Sie sich vor, es ist Change und alle machen mit“

Wie wirksam gestalten Sie in Ihrem Unternehmen Change Prozesse?

Viele Unternehmen konzentrieren sich derzeit aufgrund von Stakeholder- und Marktanforderungen auf die Erreichung kurzfristiger Ergebnisse, was zur Folge hat, dass Führung primär als Management gelebt wird. Der Fokus liegt auf Strategieumsetzung und Zielerreichung, Prozessoptimierung und Weitergabe von Information, nicht aber darauf, erforderliche Change Kompetenz der Führungskräfte aktiv zu fördern.
Kulturentwicklung wird unter diesen kurzfristig orientierten Bedingungen oftmals als „zu soft“ und nicht zielführend angesehen, da sie nicht schnell genug sichtbare Wirkung erzielt. Der direkte Zusammenhang zwischen Strategieentwicklung und Kulturentwicklung wird so manches Mal übersehen. Kulturveränderung wird daher gerne an die Personalentwicklung delegiert, in einigen Großveranstaltungen bunt und fröhlich inszeniert. Alles leider ohne die gewünschte Wirksamkeit. Vergessen wird dabei: Kulturentwicklung dient einzig und allein einem Zweck: Orientierung zu schaffen, um ein Verhalten zu forcieren, das für die Zielerreichung notwendig ist.

Schluss mit zähen, unwirksamen Change Prozessen ohne spürbare Kulturveränderung!

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