Tag: Reflexion

22
Jul

Das Innen und das Außen. Systemische Denkübungen für den Umgang mit Druck

Druck erzeugt Gegendruck, der meist zu Überdruck führt. Im Umgang mit Stress passiert es schnell, dass die Ursachen eindeutig erscheinen. Erlebt man Situationen von Druck und Stress, ist die natürliche Reaktion die Ursachen dessen auf möglichst schnelle Art und Weise zu beseitigen oder weiter zu delegieren. Wer im Stress ist, fokussiert auf das Zuviel im Außen: zuviele Aufgaben, zuviele eng getaktete Termine, zuviele Erwartungen anderer. Die eigenen Erwartungen an sich selbst sind mit der Zeit ins Hintertreffen gelangt, die innere Stimme ist schwer hörbar. Der Drang und Wunsch nach „ungeplant Zeit haben“ und „nicht mehr funktionieren müssen“ übernimmt die innere Steuerung. In einer unserer letzten Beratungen mit einer Führungskraft kam dieses Thema auf. Es liegt auf der Hand, im Außen zu bleiben, Aufgaben zu priorisieren, Termine zu ordnen und mit Auftraggebern zu sprechen, um eine entspanntere Situation zu schaffen.

Wegorganisieren verschafft kurzfristig auch Erleichterung. Aber eben nur kurzfristig.

… bis zur nächsten Stresssituation und den nächsten Terminen, die wiederum gefühlt Druck machen.

Wenn es um Druck und Belastung geht und Sie sich eine langfristige Erleichterung verschaffen wollen, ist der Blick auf die inneren Mechanismen wichtig und erforderlich.

  • Was passiert, dass die Dinge sich so anhäufen können, dass es bis zu einem „mir ist alles zuviel“ überhaupt kommen kann?
  • Wo liegen die Grenzen, die nicht gehört/nicht beachtet werden oder sogar Ihnen selbst gar nicht präsent sind?
  • Welcher Ihrer inneren Haltungen bringt Sie in die Stresssituation oder verstärkt diese sogar?

Druck im Außen kann dann wirken, wenn er auf eine innere Resonanz trifft.

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16
Mrz

Aus aktuellem Anlass: Telefonisches Sparring für Führungsthemen

Die aktuelle Situation rund um Corona und die Einschränkungen, die der Virus für Unternehmen und Gesellschaft erfordert, stellt uns alle vor neue Herausforderungen und erfordert neue Wege. Stürmische Zeiten, die die normalen Routinen aufheben und situatives Navigieren benötigen.

Zeiten, in denen reflektierte Führung gefragt ist: wenn Teams im Home Office arbeiten, gilt es einen reflektierten Umgang mit dem Bedürfnis nach Kontrolle zu finden. Ebenso bedeutet das, neue Technologien auszuprobieren und trotz Isolierung digitale und telefonische Räume zu schaffen, in denen Begegnung und Abstimmung stattfinden kann. Da Angst ansteckt, solange sie unreflektiert bleibt, ist es empfehlenswert die eigene Wirkung im Blick zu behalten, sich im Umgang mit dieser ungewissen Situation zu reflektieren und im kollegialen Austausch gegenseitig zu stärken. Gelassenheit und ein souveräner Umgang mit den aktuellen Anforderungen bringen Ruhe ins System. Im Moment gibt es wenig bis keine Planbarkeit, vielleicht auch eine Chance, gemeinsam ungewisse Situationen zu meistern und von Tag zu Tag zu entscheiden.

Auch für uns bedeutetet das, neue Wege zu finden, da Workshops und Präsenzveranstaltungen im Moment nicht möglich sind.

Wir sind weiter für Sie da – ob für Gespräche oder als Sparringspartner und bieten telefonisch oder online Reflexionsfläche zu den Themen, die Sie im Moment in Ihrer Führungsrolle beschäftigen.

„Angst liegt nie in den Dingen selbst, sondern darin, wie man sie betrachtet.“ – Anthony de Mello

Bleiben Sie gesund.

 

 

Photo credit: Nick Fewings, unsplash

13
Feb

Reife in der Unternehmensführung durch intelligente Verzahnung von Führungskräfte- und Unternehmensentwicklung

Reife Unternehmen entstehen durch Reife in der Führung. Reife Führung heißt nicht zwangsläufig die Jahre an Erfahrung, sondern Reflexionsbereitschaft, Verhaltensflexibilität und die Fähigkeit in Resonanz mit dem Umfeld zu sein. Klassische Führungskräfteprogramme zielen in der Regel immer noch auf Methodenwissen ab. In komplexen und digitalen Zeiten reicht das nicht aus. Vielmehr geht es um eine neue Rolle und Haltung von Führung, um den unternehmerischen Herausforderungen gerecht zu werden.
Als Berater und Coaches begleiten wir seit Jahren Führungskräfte und Unternehmen in Entwicklungsprozessen, bauen gemeinsam mit HR-Verantwortlichen wirksame Führungsprogramme auf und setzen diese um. Im Folgenden wollen wir unsere Erfahrungen teilen und Tipps geben, wie Sie wirksame Führungskräfteentwicklungsprogramme (FKE genannt) etablieren, die Führung professionell begleitet und eine Verzahnung von persönlicher Entwicklung und Unternehmensentwicklung sicherstellt.

Synchrones Wachstum von Persönlichkeit und Unternehmen.

Führung lernt man nicht in der Theorie und ebenso wenig in Methoden. Führung beweist sich im – meist durchaus komplexen – Führungsalltag: in schwierigen Konfliktsituationen, wenn Teams blockieren und nicht mehr weiter wissen. Wenn es gilt, Ungewissheit auszuhalten oder unbequeme Veränderungen umzusetzen.
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