Tag: Resonanz

23
Aug

Einfach mal ausprobieren – Probehandeln bringt Bewegung in komplexe Entscheidungen

Sie planen ein Veränderungsvorhaben im Unternehmen, wollen oder müssen etwas Wesentliches am System verändern? Können allerdings die Auswirkungen nicht kennen, was Ihnen die Entscheidung erschwert?
Was im Führungsalltag dann oft passiert, ist, dass viele relevante Beteiligte befragt und eingebunden, Analysen gefahren werden, das Für und Wider diskutiert wird, und vor allem viel Zeit für Diskussionen vergeht. Das gefühlte „Dickicht“ der Komplexität verstärkt sich, die unterschiedlichen Erwartungen und Erfahrungen halten eher auf, statt Klarheit für die Lösung zu schaffen.
Gerade bei komplexen Entscheidungen hat sich Probehandeln in einem abgesteckten Kontext als nützlicher Zwischenschritt bewährt, um Bewegung und Sicherheit in Entscheidungsprozesse zu bringen. Wir tauchen in diesem Blogartikel tiefer in das Thema Probehandeln ein und geben Einblicke, wie ein „einfach mal ausprobieren“ funktionieren und Sinn ergeben kann.

Probehandeln als Intervention

Probehandeln ist in erster Linie ein Realitätscheck. Hält die Idee oder die geplante Maßnahme der Realität stand? Bringt sie die erwünschten Effekte? Oder haben wir in der Planung etwas übersehen, so dass unerhoffte Nebenwirkungen ins Spiel kommen? Je komplexer ein System ist und desto mehr Menschen von der Umsetzung betroffen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Nebenwirkungen wirklich auftreten werden. Es ist fast unmöglich vorher abzuschätzen, in welche Richtung sich ein System nach einer Entscheidung in der Realität wirklich entwickelt.

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26
Mai

Eigenverantwortung im Team stärken – typische Muster überwinden

In meinen Beratungsprojekten kommt mir momentan von vielen Führungskräften der Wunsch nach eigenverantwortlicheren Teams entgegen. Sei es in der Frage, wie Teams gestärkt werden können mehr eigene Freiräume im Handeln und Entscheiden zu übernehmen. Oder eben in Form von Frust, wenn die ersten Versuche nicht gelungen sind und das Team weiterhin in Entscheidungen auf die Führungskraft schaut und sich in Richtung Eigenverantwortung nichts bewegt.

Im folgenden Beitrag teile ich daher wahrnehmbare Muster im Umgang mit Eigenverantwortung und Ansätze, diese gelingend aufs Team zu übertragen.

Fragt man Führungskräfte, warum sie eigenverantwortlich entscheidende Teams möchten, geht es meist um „lange Leine lassen, um nicht überall beteiligt sein zu müssen“, „echtes Wachstum der Mannschaft“ oder auch „abgeben zu können, um Verantwortung mehr auf Augenhöhe zu teilen“.

Im Prozess des Teamwachstums in Richtung Eigenverantwortung gibt es typische Fallstricke:

Komplexität der Gruppe beachten

Solange Konflikte im Team gären, ist der Raum nicht frei für eigenverantwortliches Arbeiten. Auch die Unterschiedlichkeit des Teams will erstmal eingeübt sein, bevor Selbstorganisation wirklich funktioniert. Auf dem Weg dahin, hilft es Konflikte auf den Tisch zu bringen und anzusprechen und zum Lösen zu ermuntern (dies kann sofern möglich auch in Eigenregie des Teams passieren). Eine gesunde Konfliktkultur ist Basis für eigenverantwortliches Arbeiten im Team.

Eigenverantwortung braucht Führung Continue Reading..

21
Apr

Transformation von Führung – ist das wirklich notwendig?

Was kann man beobachten, wenn man den Kopf in deutsche Unternehmen steckt? Leere Büros. Home Office liegt nun verstärkt und pandemiebedingt im Trend, Mitarbeiter sind gehetzt von zu viel Meetingzeit, nun vor allem zusätzlich belastet von energiezehrenden Online-Formaten. Die Taktung ist in Coronazeiten nicht weniger geworden. Im Gegenteil. Aber kommt das Wesentliche auf den Tisch und wird auch konsequent entschieden?

Was ist eigentlich das Wesentliche? Entschieden wird nach der Devise: das operativ Drängendste zuerst. Zum Wesentlichen kommt man gar nicht erst. Und das hat mit dem Lockdown in der Pandemie nur sehr wenig zu tun. Das war auch schon vorher so.

Eine radikale Transformation von Führung ist notwendig

Der Kampf um Talente ist längst in vollem Gange. Will man diese für sich gewinnen und sein Unternehmen zukunftsfähig aufstellen, sprich flexibel auf volatile Rahmenbedingungen und Anforderungen von Kunden reagieren können, braucht man eine Führungskultur, die das auch ermöglicht. Es geht hierbei weniger um Proforma-Agilität, sondern um tagtägliches tatsächliches Führungsverhalten, das für die Anforderungen der neuen Arbeitswelt einen Boden bereitet und eine Kultur entstehen lässt, in der das gelingen kann.

Die Transformation wirkt tief hinein in die Unternehmenslogik

Es geht bei dieser Transformation nicht um das Erlernen eines weiteren, effizienten Führungshandwerkzeugs, sondern um eine Transformation der eigenen Haltung und Einstellung zu Führung und der eigenen Rolle. Sie beginnt bei jedem selbst und zeigt sich in konkretem Handeln und Entscheiden. Sie greift nach und nach in die Unternehmenslogik ein und verändert gängige Führungsparadigmen.

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13
Feb

Reife in der Unternehmensführung durch intelligente Verzahnung von Führungskräfte- und Unternehmensentwicklung

Reife Unternehmen entstehen durch Reife in der Führung. Reife Führung heißt nicht zwangsläufig die Jahre an Erfahrung, sondern Reflexionsbereitschaft, Verhaltensflexibilität und die Fähigkeit in Resonanz mit dem Umfeld zu sein. Klassische Führungskräfteprogramme zielen in der Regel immer noch auf Methodenwissen ab. In komplexen und digitalen Zeiten reicht das nicht aus. Vielmehr geht es um eine neue Rolle und Haltung von Führung, um den unternehmerischen Herausforderungen gerecht zu werden.
Als Berater und Coaches begleiten wir seit Jahren Führungskräfte und Unternehmen in Entwicklungsprozessen, bauen gemeinsam mit HR-Verantwortlichen wirksame Führungsprogramme auf und setzen diese um. Im Folgenden wollen wir unsere Erfahrungen teilen und Tipps geben, wie Sie wirksame Führungskräfteentwicklungsprogramme (FKE genannt) etablieren, die Führung professionell begleitet und eine Verzahnung von persönlicher Entwicklung und Unternehmensentwicklung sicherstellt.

Synchrones Wachstum von Persönlichkeit und Unternehmen.

Führung lernt man nicht in der Theorie und ebenso wenig in Methoden. Führung beweist sich im – meist durchaus komplexen – Führungsalltag: in schwierigen Konfliktsituationen, wenn Teams blockieren und nicht mehr weiter wissen. Wenn es gilt, Ungewissheit auszuhalten oder unbequeme Veränderungen umzusetzen.
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16
Okt

„Was im Ton übereinstimmt, schwingt miteinander“ – wie Resonanz, emotionale Intelligenz und Führungskompetenz in Verbindung stehen

„Was im Ton übereinstimmt, schwingt miteinander“, so lautet ein Sprichwort.

In den letzten Monaten konnten Sie viel von uns über die Qualität gut eingespielter Führungsteams lesen – was es braucht, damit Flow entsteht und wie Führungskräfte lösungsorientiert führen können.
Heute schauen wir tiefer hinter die Fassade, in das Thema Resonanz, und die Frage, was Menschen miteinander in Schwingung bringt. Die Idee zu diesem Artikel entstand aus der Frage, warum manche Begegnungen mit Menschen intensiver sind als andere, warum manchmal die Augen leuchten und wiederum in anderen Begegnungen so gar nichts passiert. Antworten auf diese Frage fand ich bei einem Ausflug in die Wissenschaft und einem “Berliner Küchengespräch” mit Thomas Fuchs, Professor in Heidelberg. Die Erkenntnisse dieses Ausflugs fasse ich hier zusammen und versuche sie auf die Anforderungen an Führung zu übertragen.

Das Prinzip der Resonanz

Resonanz im physikalischen und technischen Sinne ist das „verstärkte Mitschwingen eines schwingfähigen Systems, wenn es einer zeitlich veränderlichen Einwirkung unterliegt.“, so Wikipedia.
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